NEWS
Februar 2025

German Power auf der TEFAF Maastricht

Der Hamburger Galerist Hidde van Seggelen, der im Herbst das erste Mal auf der HIGHLIGHTS ausstellte, meinte, ein bisschen sei das hier in München wie auf der TEFAF. Damit hätte uns der Chairman dieses globalen Gipfeltreffens der Kunst, das Mitte März im beschaulichen Maastricht stattfindet, kein größeres Kompliment machen können. 

Gar keine Frage, wir sind durchaus stolz darauf, dass er und elf weitere TEFAF-Aussteller auch auf der Munich HIGHLIGHTS vertreten sind.

Lucas van Valckenborch, Dorfkirmes zum St. Georgstag, dat. und monogr. „1595  L/VV“, Öl/ Holz, 22,5 x 38,5 cm.
Courtesy Kunsthandel Peter Mühlbauer

Nicht nur Kunsthändler Peter Mühlbauer, der in Maastricht hochkarätige Möbel und Altmeister anbietet, der Wunderkammerspezialist Georg LaueBeck & Eggeling International Fine Art sowie die Galerie Ludorff, die mit Keith Harings ikonischer Andy Mouse, einer Hommage an Andy Warhol und Walt Disneys Mickey Mouse, Pop-Art-Geschichte zeigt, stehen für die Power des deutschen Kunsthandels.

Ebenso Helga Matzke European Silver sowie die Meissen-Spezialisten Röbbig München und Langeloh Porcelain mit einem umfangreichen Satz von großen Harlekinfiguren Kaendlers agieren auf internationalem Parkett.

Wütender Harlekin mit Wurst, Meissen, 1738/39, Modell Johann Joachim Kaendler.
Courtesy Langeloh Porcelain

Ganz besondere HIGHLIGHTS-Akzente setzen schon seit vielen Jahren der Vintage-Schmuckhandel VKD Jewels aus London und Amsterdam, das niederländische Duo Zebregs & Röell mit exotischen Sammlungsstücken aus fernen Welten, aber auch der Londoner Emanuel von Baeyer mit seinem guten Auge für Zeichnungen aller Epochen und die Wiener Moderne-Galerie Wienerroither & Kohlbacher, die u.a. Papierarbeiten von Ernst Ludwig Kirchner und Franz West in Maastricht anbietet.

Franz West, Das allzu Kreatürliche, 1990, Collage und Mischtechnik auf Karton im Originalrahmen des Künstlers, sign. u.  dat.,  52 x 30 cm. Foto: W&K – Wienerroither & Kohlbacher

KULTUR-TIPP: DAS KRÖLLER-MÜLLER-MUSEUM IN OTTERLO

Wer nach der TEFAF nicht gleich in den Flieger steigt, sollte Otterlo in sein Navi eingeben und das unvergleichliche Kröller-Müller-Museum 
ansteuern. Sein weitläufiger Skulpturenpark lädt zum Flanieren. Aber berühmt ist es für die zweitgrößte Van Gogh-Sammlung der Welt, darunter „Die Brücke nach Arles“ (Foto: Kröller-Müller-Museum). Zu sehen sind aber auch Schlüsselwerke von Piet Mondrian und Georges Seurat. Helene Kröller-Müller, Gattin eines reichen Geschäftsmannes, war zu ihrer Zeit eine der wenigen Sammlerinnen. Allein im Jahr 1912 gab sie 210 000 holländische Gulden – heute rund 2,5 Millionen Euro – für Van Gogh-Ankäufe aus. Was diese Frau antrieb, erzählt derzeit die Sonderschau „Searching for meaning“.

Der Rietveld Pavillion im Kröller-Müller-Museum. Foto: Marjon Gemmeke

EXPERTEN-TIPP: KUNST INS RECHTE LICHT GESETZT

Herr Smit, Sie sind der Meister des Lichts im Team von Tom Postma Design, das die Messearchitektur der TEFAF verantwortet. Für eine gute Lichtsituation zu Hause braucht man dunklere und hellere Zonen. Aber wie können wir unsere Kunst so wirkungsvoll ausleuchten wie in Museen und auf Messen?

Zuallererst: die LED-Qualität. Für die optimale Wahrnehmung von Farbe sollte der CRI (colour rendering index) mindestens 95% betragen, bevorzugt wird 98%. Die Intensität und optimale Aufhängung eines Spots hängt von der Größe des Werks ab. Der Abstand ist wichtig. Außerdem: Vermeiden Sie Reflexe und Schatten durch Bilderrahmen – durch bessere Positionierung der Spots; und vermeiden Sie störende Blendungen, indem Sie Leuchten mit verblendeten Lampen oder Wabenlampen einsetzen. Wichtig auch – die Lichttemperatur: Für eine private Umgebung empfehlen wir eine Farbtemperatur zwischen 2700 und 3000 Kelvin. Das ist ein warm-weißer Ton. Zu guter Letzt: Sonnen- und UV-Strahlen wirken negativ. Ein guter Platz für Bilder ist eine Wand, die an ein Fenster grenzt. So entsteht natürliches, diffuses Licht. Gegenüber eines Fensters kann es zu Lichtreflexen kommen und eine Komposition ist im Ganzen schwer wahrzunehmen. Der richtige Platz ist dort, wo Tageslicht, das Basislicht und Spots zusammenkommen. Das kann einen wunderbaren Mix ergeben. 

Roel Smit, Lightning Designer 
(Foto: Tom Postma Design)