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Februar 2026

DEUTSCHER KUNSTHANDEL. INTERNATIONALE BÜHNE.

Für manche Sammler beginnt das Kunstjahr mit der TEFAF in Maastricht, wo vom 14. bis 19. März wieder mehr als 250 Top-Kunsthändler aus aller Welt das Beste zeigen, was der Markt derzeit zu bieten hat. Altmeister, Antiken, außereuropäische Kunst und natürlich auch Zeitgenössisches wie am Stand von Beck & Eggeling International Fine Art. 

Ausschnitt von: Manolo Valdés, Abstrakter Kopf, 2025, Stahl, Höhe: ca. 4 Meter. Courtesy Beck & Eggeling International Fine Art 

Die Galerie aus Düsseldorf ist übrigens nicht der einzige HIGHLIGHTS-Aussteller, der schon lange auf der TEFAF vertreten ist. Helga Matze European Silver glänzt wieder mit historisch bedeutsamen und handwerklich meisterhaftem Silber des 16. bis 18. Jahrhunderts. Und Galerie Utermann ist mit Werken von Gabriele Münter vertreten.

TEFAF-Messestand von Helga Matzke European Silver vom vergangenen Jahr. Courtesy Helga Matzke Silver 

Die Teilnahme an der TEFAF ist für viele Kunsthändler ein Meilenstein in ihrer internationalen Karriere. Die Kunstkammer Georg LaueWienerroither & KohlbacherLudorffGalerie Hidde van Seggelen und Langeloh Porcelain – Sie haben alle diesen Punkt vor Jahren bereits erreicht. In diesem Jahr reiht sich HIGHLIGHTS Co-Geschäftsführer Christian Eduard Landwers mit seinem Kunsthandel Christian Eduard Franke in den Kreis der TEFAF-Aussteller ein.             

Keith Haring, Ohne Titel (Dance), 1988, Sumi Ink auf Papier, 77 x 111 cm. Courtesy Ludorff

Die TEFAF gilt seit Jahrzehnten als glanzvolle Referenz unter den Kunst- und Antiquitätenmessen. Dass zahlreiche HIGHLIGHTS-Aussteller dort seit Jahren vertreten sind, unterstreicht die internationale Qualität des deutschen Kunsthandels. Die Galerie Schönwald, Peter Mühlbauer Kunsthandel, Senger Bamberg oder Galerie Thomas Schulte sind gestandene Namen auf dem internationalen Kunstmarktparkett. Und die nächste Generation ist auch schon da. In der Kategorie Showcase sind in diesem Jahr die drei Porzellan- und Object d’Art-Spezialisten von Trias Art Experts und Torres Nieto Fine Arts mit einer Auswahl an Altmeistern vertreten.  

EXPERTEN-TIPP: VOM UMGANG MIT MÖBELN

Rokoko-Kommode aus der Werkstatt der Gebrüder Spindler, Potsdam um 1765, Mahagoni, Ahorn, Rosenholz, feuervergoldete Beschläge, 80 x 114 x 68 cm. Courtesy Kunsthandel C. E. Franke  

Ein Blickfang am TEFAF-Stand des Kunsthandels C. E. Franke ist die Rokoko-Kommode der Gebr. Spindler. Herr Dr. Piening, ist so ein Möbel von Museumsformat im privaten Bereich nicht kompliziert?

“Historische Möbel sind robuster, als man denkt”

“Nein gar nicht. Historische Möbel sind robuster, als man denkt. Stücke, die auf der TEFAF oder der HIGHLIGHTS angeboten werden, sind in der Regel in einem optimalen Konservierungszustand. Damit das so bleibt, empfehle ich eine Luftfeuchtigkeit von 45 bis 60 Prozent sowie die Vermeidung von direktem Sonnenlicht und hohen Temperaturen. In Räumen, in die von mehreren Seiten Licht einfällt, schützen UV-Folien auf den Fensterscheiben empfindliche Möbelstücke. Falls sich eine Furnierstelle löst, sollte man diese nicht selbst mit lösungsmittelhaltigen Klebern oder Klebestreifen fixieren. Beauftragen Sie in diesem Fall einen Restaurator und bewahren Sie für ihn das Stück Originalsubstanz sorgfältig auf. Bei beschädigten Vergoldungen reicht oft eine Retusche, bei Wasserrändern haben Experten die richtigen Mittel. Von Polituren und Reinigungsmitteln aus Drogerien rate ich hingegen ab. Stichwort Wurmbefall. Giftige, chemische Begasungen sind längst nicht mehr zeitgemäß. Besser ist eine feuchtegeregelte Wärmebehandlung oder sogenannte Inertbehandlung. Die Kammern dazu sind auch mobil verfügbar. Experten in Ihrer Nähe finden Sie über den Verband der Restauratoren, VDR.”

Dr. Heinrich Piening, 

stellv. Leiter Restaurierungszentrum Bayerische Schlösserverwaltung

KULTUR-TIPP: DAS RIJKSMUSEUM IN AMSTERDAM

Ausschnitt von: Nachfolger des Guiseppe Arcimboldi, Grotesker Riese als anthropomorphe Landschaft, Italien um 1680, Öl auf Leinwand, 102,5 x 81,6 cm. Courtesy Marco Pesarese Fine Art 

Die Kunst und die Niederlande – das sind auch fern der TEFAF zwei Seiten einer Medaille. Unübertroffen bleibt das Rijksmuseum in Amsterdam, das derzeit mit Meisterwerken wie Caravaggios „Narzissus“ oder Louise Borugeois´ großer Spinnen-Skulptur „Mutter“ über die „Metamorphosen“ des Ovid reflektiert. Mythen, Ängste und erotische Fantasien durchziehen die antike Schrift. An Aktualität fehlt es ihr nicht in einer Zeit, wo die Grenzen zwischen Freund und Feind, Mann und Frau verschwimmen. Werke von Cellini bis Rubens, von Brancusi bis Magritte werden gezeigt. Darunter auch der groteske Riese, der als barocke Landschaft erscheint und mit dem HIGHLIGHTS-Aussteller Marco Pesarese im Herbst an seinem Stand die Münchner Messe-Besucher faszinierte.  

(Metamorphoses, bis 25.5.25, www.rijksmuseum.nl)