Begeisterte Besucher und zufriedene Aussteller heißt das Resümee der 13. HIGHLIGHTS.
Nach sechs verkaufsstarken Messetagen ist gestern Abend die 13. HIGHLIGHTS – Internationale Kunstmesse München erfolgreich zu Ende gegangen. Die HIGHLIGHTS hat sich erneut als elegantes Kunst-Event der Extraklasse für Connaisseure und Professionelle erwiesen. Das Handelsblatt titelte ihren Bericht lakonisch als „Die Parade des Besten“ und traf damit den Kern des Angebots. Trotz schwieriger Weltlage animierten die hochkarätigen Kunstwerke des 13. bis 21. Jahrhunderts zahlreiche Sammler und Museumskuratoren zur Erweiterung ihrer Sammlungen.
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Ask the Expert Donner & Reuschel 

Das kann man so pauschal nicht sagen. Eine breite Streuung des Vermögens über verschiedene Anlageklassen ist ein wesentlicher Grundsatz einer vernünftigen Anlagestrategie. Hierzu gehören neben Aktien, Immobilien, Anleihen, auch weitere Anlageklassen, wie Private Equity, Edelmetalle, Sachwerte wie Oldtimer oder auch Kunst. Für alle Anlageklassen gilt, dass sich ein Anleger mit den Investments wohl fühlen muss und sich über die Chancen und Risiken im Klaren sein sollte. Der Kunstmarkt ist zudem ein besonderer Markt, bei dem auch Emotionen eine besondere Rolle spielen. Wer Kunst als Investment kauft, sollte daher über sehr tiefe Marktkenntnisse verfügen bzw. sich beraten lassen und nach einer klaren Investmentstrategie handeln. Meistens spielt jedoch auch der persönliche Geschmack und weitere emotionale Aspekte beim Kunstkauf eine große Rolle. Wenn es sich beim Kaufmotiv also nicht um eine rein rationale Investmententscheidung handelt, sollte man die Ausgaben auch eher als emotionales oder kulturelles Investment für sich sehen und bei der Betrachtung der Werke nicht täglich über deren Wert nachdenken. Kunst ist insofern mehr und anders als jedes andere Investment.
Es gibt einige Parallelen zwischen dem Kunstmarkt und der Börse, vor allem hinsichtlich der Psychologie der Marktteilnehmer, die teilweise extreme Schwankungen nach oben und nach unten mitverursachen. Picassos oder Warhols sind unter Risikoaspekten sicher am ehesten mit Blue-Chip-Aktien wie Apple oder Google vergleichbar – bereits sehr teuer, jedoch dafür auch weniger risikoreich. Wer höhere Gewinne sucht, muss den Markt tiefer analysieren, Trends erkennen und risikobereiter sein. Das gilt für die Börse genauso wie für den Kunstmarkt – mit zwei wesentlichen Unterschieden: der Kunstmarkt ist viel intransparenter als der Kapitalmarkt und die Transaktionskosten sind deutlich höher. Anleger müssen sich also gut auskennen oder sich professionell beraten lassen.
Als Banker haben wir das Gesamtvermögen unserer Kunden im Blick und empfehlen grundsätzlich, keinen zu großen Anteil des Portfolios in einzelne Anlagen (sei es ein Kunstwerk, eine Aktie oder eine Immobilie) zu investieren. Eine konkrete Empfehlung zum Kauf von Kunst geben wir nicht ab, das sollten Kunst-Profis übernehmen. Für mich persönlich ist Kunst vor allem Vergnügen und Inspiration. Wenn ein Kunstkauf zudem einhergeht mit einer positiven Wertentwicklung, stellt es ein sehr reizvolles Investment dar.
Ich freue mich besonders über das letzte Kunstwerk, das wir für unsere Bank erwerben durften. Es handelt sich um eine Original-Lithographie von Thomas Theodor Heine, eine Titelseite der bekannten satirischen Wochenzeitschrift Simplicissimus. In den 1920er Jahren befanden sich die Redaktionsbüros des Simplicissimus-Verlags in den heutigen Räumlichkeiten von DONNER & REUSCHEL in der Friedrichstraße 18 in Schwabing. Wir freuen uns täglich beim Betreten des Foyers in der 1. Etage, an die bewegte Geschichte unseres Münchner Stammsitzes und an die Verbindung zum Simplicissimus zu erinnern.
Das Feld von Günther Uecker würde mich reizen. Ich finde es faszinierend, welche Dynamik und Tiefe das Werk ausstrahlt – obwohl es aus simplen, statischen Nägeln gefertigt ist.
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Ask the Expert 1st Asset Assekuranz Reiner Müller


Eine Versicherung für ein Auto „bearbeitet“ heute oft nur mehr der Computer. Für Schlösser, Burgen oder Kunstsammlungen helfen solch standardisierte Versicherungswege nicht. Es geht um Objekte, die über den reinen Kunstaspekt hinaus oftmals auch kulturhistorisch oder kunstgeschichtlich von besonderer Bedeutung sind. Diesen Anforderungen wollen wir sehr spezialisiert und mit besonderem Know-how all unsere Aufmerksamkeit schenken und das von Mensch zu Mensch. Wobei ein besonderer Oldtimer auch in der Kfz-Versicherung kein „Standard“ ist.
Viele Familien, die wir über so lange Zeit hinweg beraten dürfen, zählten vor 200 Jahren und mehr zu den ersten Sammlern. Sie haben das Sammeln und die Auseinandersetzung mit der Kunst bei uns etabliert. Schön, dass sich das fortsetzt – ja, Deutschland ist ein Land der Sammler und der Sammlungen.
Nicht nur Burg- und Schlossbesitzer, sondern sehr viele Menschen versuchen zum einen Ihre bestehenden Sammlungen sinnvoll zu ergänzen, zum anderen sich ihrem Lebensstil entsprechend einzurichten. Das kann von der Antike bis eben ins 21. Jh. reichen. Schon die Kinder und Jugendlichen fangen an zu sammeln – Spielzeug, Comics und vieles mehr. Die ersten Supermannhefte sind heute hoch begehrt – wenn Mama sie nicht „aufgeräumt“ hat. Alles kommt bei unseren Kunden vor.
Durch meine Familie hatte ich immer eine Affinität zur Kunst – in den Bereich Versicherung bin ich da aber ganz offen gesagt sehr zufällig hineingerutscht.
Die Carte Blanche würde ich für das abstrakte Gemälde von Arnulf Rainer nutzen. Die Kraft und Intensität des Bildes sind unglaublich – verbunden mit der Formgebung eine ganz eigene Aussage.
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HIGHLIGHTS der HIGHLIGHTS 2022
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Pressemitteilung September 2022 Parade der Meisterwerke
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Ask the Expert art&lifestyle von HDI Christina Meyer


Persönlich fasziniert mich die Vorstellung, dass das Kunstwerk nie abgeschlossen ist, dass ein Zersetzungsprozess stattfindet. Und versicherungstechnisch sind Objekte aus sich allmählich verändernden Materialien wie Schokolade, Rotkohl, Gewürzen nicht so problematisch, wie oft angenommen, denn die gewollten Zersetzungsprozesse sind unter dem Standard-Ausschluss „Beschaffenheit und innerer Verderb“ nicht gedeckt.
Im Prinzip unterliegen ja alle Materialien Alterungsprozessen. Diese sollen durch präventive Konservierung aufgehalten werden. Aber Kunststoff stellt die Besitzer und Konservatoren vor ganz neue Aufgaben. Schon 2008 wurde deshalb das internationale Projekt POPART ins Leben gerufen, um Kunststoffe insbesondere Polymerverfall und seine Konservierungsmöglichkeiten zu erforschen. Da passiert gerade viel.
Zurzeit erleben wir ja einen extremen Umbruch, was Wahrnehmung und Kommunikation betrifft. Als ausgebildete Museumswissenschaftlerin finde ich Material und Technik und ihre Wirkung auf die Wahrnehmung von Kunstwerken besonders spannend. Exemplarisch für mich ist die Collage „Große Kopf (1979)“ von Sigmar Polke. Die Vielschichtigkeit der Materialien kann keine digitale Darstellung erfahrbar machen.
Das ist eine schwierige Entscheidung, da die HIGHLIGHTS mich an die Wunderkammern aus Fürstenzeit erinnert. Ich tendiere zu den mir unbekannten Dingen. So war das für mich im letzten Jahr das vollständig erhaltene Meißner Kofferservice von ca. 1730 mit seinen heiteren Chinoiserien und der fantastischen Fauna und Flora einer der Höhepunkte.
Die zentrale Aufgabe der Versicherung dient ja genau diesem Zweck: Erhalt der Investition, auch im Schadenfall. In der Kunstversicherung stehen wir darüber hinaus Sammlern mit Expertise zur Seite z.B. was Schutz vor Einbruch und Feuer betrifft oder bei Fragen zu präventiver Konservierung, Aufbewahrung, Transport. Wir verfügen über ein ausgezeichnetes Netzwerk, um unseren Partnern in allen Fällen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
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