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September 2025

Von Fotografie bis Bulgari – die ersten Insider Favoriten

Wir haben einmal überschlagen, wie viele Künstler aus Vergangenheit und Gegenwart die Aussteller allein auf unserer Website eingestellt haben. Es sind über 120 große Namen: von Pablo Picasso, Max Ernst und Anton Raphael Mengs bis hin zu Emil Nolde und Minjung Kim. Marc Chagall, Franz von Stuck, Albrecht Dürer sind dabei, aber auch Aurélie Nemours, Arnulf Rainer, Gabriele Münter oder Emil Schumacher… Und wir sind sicher, wenn die HIGHLIGHTS nach zwei Preview-Tagen von 16. bis 19. Oktober in die Residenz lädt, werden es noch einmal wesentlich mehr Positionen sein.

v.l: Sofia Lynggaard Normann, Marina Woschni und Anne Petersen

Die Schmuckdesignerin Sofia Lynggaard Normann vom international renommierten Label Ole Lynggaard Copenhagen, die Münchner Inneneinrichterin Marina Woschni vom Interior-Spezialisten Egetemeier und Anne Petersen, Chefredakteurin des stilsicheren, emotional fotografierten Life Style-Magazins SALON, dessen Herbstausgabe gerade erschienen ist, haben sich ihre Favoriten schon herausgepickt. Mit ihren Lieblingsobjekten möchten wir Ihnen einen Vorgeschmack auf das Messeangebot geben.

Sammlung von Schlangengläsern „à la façon de Venise“, niederländisch, um 1680, entfärbtes, blaues und weißes Glas, Höhe: 19-36 cm. Foto: Courtesy Kunstkammer Georg Laue München/London

„Es gibt ein klares Gefühl von Handwerkskunst hinter jedem Stück – man kann beinahe die Hände spüren, die es geformt haben.” Das sagt Sofia Lynggaard Normann über Ihre Top-Auswahl. „Die Farben sind lebhaft und satt, und wenn das Sonnenlicht auf das Glas trifft, erwacht es wirklich zum Leben. In ähnlicher Weise gibt es etwas Magisches bei Glasarbeiten, das mich immer fasziniert hat. Glas ist hart und stark, aber gleichzeitig zerbrechlich und transparent. Man kann das Handwerk in jeder Wendung und Schleife sehen – zart, präzise, fast unmöglich. Jedes Stück ist anders bezüglich der Phantasie-Ornamente und der Blau-Schattierungen. Diese Variationen verleihen jedem Stück ein Gefühl von Persönlichkeit.” 

Margriet Smulders, With Rosy Cheeks, 2016, Fotografie, Diasec, 125 x 190 cm, Auflage 5/6 +2 AP. Foto: Courtesy Galerie Jordanow

Die Innenarchitektin Marina Woschni hat zwei Favoriten: „Die Kunst von Margriet Smulders begleitet mich schon viele Jahre. Die Mischung aus gegenständlicher Darstellung und Reflexion, Fläche und Dreidimensionalität sowie einem Rausch an Farben vermittelt Kraft und erfrischende Energie. Das Werk braucht etwas Luft, um zur Wirkung zu kommen, etwa über einem reduziertem Sideboard an einer gut beleuchteten Wand, egal ob im Entree, Wohn/Essbereich, oder auch im Schlafbereich…

Unterwasserwelt mit Fischen, Petitpoint Stickerei, Frankreich, 1920er Jahre, Wolle, 133 x 92 cm. Foto: Courtesy Max Lerch Teppiche

… Als Innenarchitektin würde ich mit dem Teppich spontan ein Feriendomizil am Meer schmücken, in Südfrankreich oder an der Amalfiküste, mit klarer Architektur und weißen Wänden, die die Farben und das Motiv zur Geltung kommen lassen. Das Sujet erinnert mich aber auch an die vielen ausgefallenen, grafisch anspruchsvollen Dessins, die wir bei führenden internationalen Stoffherstellern finden. Ob gedruckt, gewebt oder bestickt, sie geben die Möglichkeit, mehr oder weniger verspielte Akzente im Interior zu setzten. Inneneinrichter lassen sich durch solche Kunstwerke gern inspirieren.”

Faisal Habibi, This Thing 40, 2020, Sperrholz, Unikat, 104,5 x 97 x 20 cm. Foto: Courtesy Jarmuschek + Partner

„Auch ich konnte mich nicht nur für ein einziges Exponat entscheiden”, sagt Anne Petersen von SALON. „Bei Faisal Habibis Objekt dachte ich erst: Ist es ein Lautsprecher? Ein Kosmetikkoffer? Die aus Werkstoffen wie Plexiglas, Stahl und Holzplatten gefertigten Objekte des 41-jährigen Indonesiers erinnern uns an bekannte Alltagsobjekte und öffnen einen spannungsvollen Dialog zwischen ebenmäßig-industrieller Produktion und zuweilen organisch anmutender, individueller Handarbeit. Seine dreidimensionalen Objekte wirken immer menschengemacht, vielschichtig und fast niedlich, man würde sie gern einmal anfassen – und am liebsten besitzen. So wie auch das Bulgari-Armband…

Armband, BVLGARI, Italien, 1970er Jahre, 18 Kt Gelb- und Weißgold, gebürstetes und poliertes Finish. Foto: Courtesy VKD Juwels

… Wer Vintage-Schmuck kauft, trifft immer eine gute Wahl. Die Stücke sind in der Regel besonders individuell und persönlich gestaltet und sehr gut verarbeitet. Ich liebe das Drama und den Auftritt der Marke Bulgari – eines der großen Traditionshäuser Italiens, 1884 in Rom gegründet. Stars wie Elisabeth Taylor oder Sophia Loren waren große Liebhaberinnen dieser Stücke. Für Bulgari  – bekannt für seinen virtuosen Umgang mit Farbsteinen – ist das Armband auf der HIGHLIGHTS eher zurückhaltend im Design und eben darum eine gute Investition.“