Der neue Art Market Report hat eine gute Botschaft für alle, die mit Kunst befasst sind: Es gab 2025 weltweit ein sanftes Wachstum für die Branche. Um vier Prozent auf insgesamt 59,6 Milliarden Dollar stieg der globale Umsatz von Händlern, Galeristen und Auktionshäusern. Man kann fast den Seufzer der Erleichterung hören, denn der Kunstmarkt ist ein fragiles Geflecht, abhängig von Wirtschaftskrisen, von politischen Konflikten und, und, und. Die Kunstmarkt-Ökonomin Clare McAndrew hält sich jedoch auch in ihrem zehnten Art Market Analyse, der von Art Basel und UBS herausgegeben wird, an Fakten und Zahlen.

Das Branchenplus aber kommt nicht überall in gleicher Höhe an, gibt die Kunstmarkt-Journalistin Sabine Spindler zu bedenken. „Zum Umsatzzuwachs hat hauptsächlich der Auktionssektor mit einer Steigerung von neun Prozent beigetragen, vor allem im Hochpreis-segment. Und doch bleibt die Position des Handels beachtlich. Er bestreitet nach wie vor mehr als die Hälfte der weltweit erlösten Milliarden und verzeichnete einen Zuwachs von zwei Prozent.“, so die Markt-Beobachterin.
Wachstum gab es nicht in allen Regionen. Deutschland etwa ächst unter einer Wirtschaftsflaute. Das streut Sand ins Getriebe schwächerer Marktteilnehmer. Zehn Prozent hat der deutsche Kunsthandel eingebüßt. Frankreich hingegen legte um neun Prozent zu. „Für Galerien hat der Standort Paris nach dem Brexit enorm an Attraktivität gewonnen. Da wird ein Widerspruch deutlich. Wir haben sehr erfolgreiche, international agierende Galerien, aber der Standort Deutschland selbst erfährt im Moment kein Wachstum.“, meint Sabine Spindler.
Nicht nur für die Munich HIGHLIGHTS, die in diesem Jahr vom 15. bis 18. Oktober stattfindet, hat folgender Aspekt Relevanz: Messen bleiben laut Clare McAndrew eine zentrale Plattform für den Handel. Global gesehen setzten Galeristen und Händler 2025 mit einem Anstieg von vier Prozent mehr als 33 Prozent ihres Jahresumsatzes auf den 370 Messen von New York über Basel bis Seoul um, Online-Verkäufe hingegen gingen zurück.

Die Fakten des Art Market Reports bestätigen die gefühlte Insider-Wahrheit. Der Anteil der Gegenwartskunst ist mit 50 Prozent des weltweit erzielten Umsatzes weiterhin sehr hoch, trotz rückläufiger Verkäufe. Stärkere Zuwächse verzeichneten Moderne und Nachkriegskunst. „Weil ihre Preisspirale nach oben ging“, so Sabine Spindler. Weiter an Terrain gewonnen haben Künstlerinnen. Obwohl der sogenannte Gender Pay Gap unübersehbar ist. Im Primärsektor machen weibliche Positionen mittlerweile die Hälfte aus, ihr Anteil an der Wertschöpfung liegt jedoch nur bei 44 Prozent.
Der Art Market Report will kein Kunstkauf-Leitfaden sein. Er ist für die Branche ein Trend-Sensor. Dass das Flanieren über die HIGHLIGHTS vergnüglicher ist, steht außer Frage.

Wallpower-Abzug oder kleines subtiles Werk, schwarzweißer Silbergelatineabzug, großformatiger C-Prints oder Inkjetprints – die ursprüngliche Qualität einer Fotografie bleibt länger erhalten, wenn Sie, wie bei Arbeiten auf Papier, die Rahmung mit UV-undurchlässigen Verglasungen versehen und die Arbeiten nicht ins direkte Sonnenlicht hängen. Schützen Sie Ihre Sammlungsstücke vor Kaffee- und Rotweinflecken oder anderen Getränken, sie lassen sich nicht durch Bleichen oder Radieren entfernen. Auch Fingerabdrücke können bleibende Spuren hinterlassen, benutzen Sie Baumwoll- oder Einmalhandschuhe aus Nitril beim Handling. Hat sich ein Blatt gewellt, geben Sie es in die Hände von Fachleuten. Das empfiehlt sich auch bei Rissen, Knicken und Verschmutzungen der Oberfläche.
Für die Aufbewahrung – sowohl großer als auch handlicher Formate – wählen Sie am besten einen dunklen, kühlen und trockenen Raum, nicht über 20°C und unter 50% relativer Luftfeuchtigkeit. Dachböden und Keller sind ungeeignet. Kleinere Abzüge lassen sich im Passepartout in säurefreien Archivboxen lagern. Die Bildseite mit Archivpapier aus dem Spezialhandel abdecken und nicht in mitunter schädliche PVC-Hüllen aus dem Bürobedarf stecken. Es lohnt sich.
Marjen Schmidt, freie Restauratorin für Fotografien

Um diese Charaktere muss man keine Legenden ranken lassen. Wir kennen sie. Die scheinbar Fröhliche in Ringelshirt und Baskenmütze, oder die nicht mehr taufrische Laszive im seidenen Pyjama, die ihre schweren Brüste zeigt und sich räkelt wie die Venus von Tizian. Cindy Sherman hat mit ihren Masken und Verkleidungen, in denen sie sich selbst als stereotype weibliche Rollenbilder stilisiert, Fotogeschichte geschrieben. Die Sammlung Götz zeigt bis 27. Juni in ihrer Interims-Galerie „Schaufenster“ in der Münchner Pacellistraße 5, die als Ausweichquartier während der Sanierung des Herzog- de Meuron-Baus dient, eine Auswahl von Motiven der Amerikanerin aus den 1980er/1990er Jahren. Überschaubar und gerade richtig für einen Kunstsnack zwischen Shopping und Sundowner in der Frühlingssonne. (www.sammlung-goetz.de)

Die GALERIE ALBERTINA · ZETTER in Wien hat einen guten Draht zum Nachlass Markus Prachenskys und feiert das vitale Werk des informellen Österreichers.Gestische Pinselstriche in Rot kennzeichnen seine Arbeit, die oft von Orten und Musik inspiriert wurde. Das verraten Titel wie „Korsika Bebop“ oder „Luxor Swing“ verraten. (www.galerie-albertina.at, bis 25. April)1

DIE GALERIE HEROLD in Hamburg schlägt mit „Abstrakt“ den Bogen von den 1930er und 1960er Jahren zu jüngeren Vertretern des Ungegenständlichen. Für die ältere Generation stehen Alexandra Povòrina und Johannes Gecelli. Neue Wege mit Anleihen bei der Farbfeldmalerei und dem Konstruktiven gehen Henning Kles und Daniel Hörner.
(www.galerie-herold.de, bis 29. Mai)2

GALERIE NANNA PREUßNERS hat ihre international gefeierte Künstlerin Angela Glajcar selbstverständlich von Hamburg an ihren neuen Galeriestandort München mitgenommen.
Durch Schichtung von gerissenen Papieren und mit Hilfe von Licht schafft sie Objekte von großer Präsenz und Schönheit. „Faszinierend!“ heißt denn auch die nächste Ausstellung. (www.nannapreussners.de, 12. Juni bis 11. Juli)3

DIE GALERIE in Frankfurt schärft den Blick für Künstler und Künstlerinnen, deren Biographien in der DDR begannen. Johannes Heisig, Volker Stelzmann und Klaus Zylla gehören schon lange fest zum Galerieportfolio. Zum Trio gesellen sich Doris Ziegler, Hubertus Giebe und Lars Wiedemann u.a.
(www.die-galerie.com, 22. April bis 9. September)4
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