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Oktober 2025

Begeisterte Sammler beim HIGHLIGHTS-Start

Vor jeder Messe stellen wir uns die Frage: Wird sie wieder so gut und anregend wie im Vorjahr? Wir haben keine Zweifel mehr. Während der zwei Preview-Tage der 16. HIGHLIGHTS-Ausgabe, die vom 16. Oktober bis 19. Oktober ganz regulär geöffnet ist, haben wir erneut die Begeisterung gespürt, die die hochkarätigen Exponate und Meisterwerke der 60 Aussteller hervorrufen. „Ich glaube, es tut uns allen gut, die positive Kraft der Kunst spüren. Und zugleich verdeutlicht das hohe Niveau des Angebots, dass die HIGHLIGHTS dem Kunstmarktplatz Deutschland wie keine andere Kunstmesse starke Impulse gibt“, sagt Messeleiterin Juana Schwan. 

Lui Wienerroither und Eberhard Kohlbacher von der Wiener Galerie W&K umringt von Vernissage-Gästen. Foto: Jens Bruchhaus

Vernissage mit Prominenz und Kennern

In bester Eröffnungsstimmung besuchten zahlreiche Sammler, Prominente aus Wirtschaft und Politik und Persönlichkeiten aus Museen und Sammlungsinstitutionen die Previews. Thema Nummer 1 war die Kunst – z. B.  von Anton Raphael Mengs, Tom Wesselmann oder Martha Jungwirth. Viele verglichen die Stunden auf der Messe mit dem Besuch einer ganz besonderen temporären Schatzkammer. Dr. Frank Matthias Kammel vom Bayerischen Nationalmuseum oder Dr. Margot Brandlhuber von der Villa Stuck etwa blieben lange vor der exzeptionellen Kabinett-Schau „Leonhard Kern. Der deutsche Giambologna“ bei der Kunstkammer Georg Laue oder vor dem symbolistischen Pan-Gemäldepaar von Franz von Stuck bei Kunkel Fine Art stehen. Großer Andrang herrschte auch am Stand von Langeloh porcelain, wo eine ganze Suite von Anton-Bustelli-Figuren aus dem 18. Jahrhundert das galante Rokoko vor Augen führt. 

Die Galerie aus Frankfurt mit reichem Angebot von Picasso Druckgrafiken über Werke von Surrealisten bis hin zu zeitgenössischen Postionen von Künstlern wie Chun Kwang Young. Foto: Jens Bruchhaus

Herzogin Anna in Bayern war begeistert von dem epochenübergreifenden Messe-Konzept, das von gotischen Madonnen bis zu Werken Hubert Scheibls reicht: „Alte Kunst, Moderne und Contemporary werden oft als ein Nebeneinander gesehen. Die Munich HIGHLIGHTS geht einen anderen Weg. Mich faszinieren die Wechselspiele wie auch die Kontraste. Es ermöglicht einem, den Blick zu weiten.“

Erste Verkäufe

Wenn die Begeisterung für Kunst in Kauflust umschlägt, kommt  Sammellust zum Zuge. Schon während der Preview-Tage konnten sowohl Händler der Alten Kunst als auch der Moderne vermelden, dass zahlreiche Kunstwerke in neue Hände gegeben wurden. Kunsthandel Peter Mühlbauer verkaufte seinen klassizistischen Schreibtisch des Petersburger Ebenisten Heinrich Gambs, der einst im Zarenschloss Pawlowsk stand, an einen deutschen Sammler.

Hochkarätiger Vintage-Schmuck von Cartier bis Harry Winston am Stand der in London und Amsterdam ansässigen Galerie VKD Jewels. Foto: Jens Bruchhaus

Das Interesse der Besucher war weit gespannt. Zeichnungsspezialist Dr. Martin Moeller & Cie reichte ein Aquarell von Ernst Wilhelm Nay aus der Werkphase der Scheibenbilder in den 1960er Jahre weiter. Eine ganz frühe abstrakte Arbeit von Willi Baumeister aus dem Jahr 1940 bekam bei Galerie Maulberger den roten Verlaufspunkt. Bei Galerie Zink entschieden sich Interessenten spontan für ein abstraktes Gemälde der New Yorker Shooting-Künstlerin Anna Leonhardt und ein expressives Vasenobjekt des Keramikkünstlers Johannes Nagel. Und während Thole Rotermund ein expressives Blumen-Stillleben mit roten und gelben Dahlien von Alexej von Jawlensky veräußerte, überzeugte Galerist Florian Sundheimer einen Sammler sofort mit einer Tusch-Zeichnung von Eduardo Chillida.

Vernissage der „Highlights“ – Internationale Kunstmesse München mit VIP Dinner in der Residenz München am 15.10.2025 / Foto: BrauerPhotos / G.Nitschke

Museen halten Ausschau

Schon in den letzten Jahren erweiterten Museen wie das Franz Marc Museum und das Metropolitan Museum New York ihre Bestände durch HIGHLIGHTS-Ankäufe. In diesem Jahr hielt Dr. Matthias Mühling, Direktor der Städtischen Galerie Lenbachhaus, Ausschau. „Die Highlights sind für uns jedes Jahr ein Ort der Inspiration. Unter dem Motto „Mehr Moderne für das Lenbachhaus“ erwirbt unser Förderverein gezielt Werke aus dem Umfeld des Blauen Reiters, um die herausragende Sammlung des Lenbachhauses zu erweitern und Lücken zu schließen“, erzählte er am Rande der Vernissage.