Nach sechs quirligen, inspirierenden und verkaufsstarken Messetagen endete gestern Abend die HIGHLIGHTS des Jahres 2025. Es war erneut ein Fest für die Kunst mit grandiosen Kunstwerken, intensiven Gesprächen und zahlreichen Verkäufen. Die Vielfalt über Epochen hinweg und die hohe Qualität der Exponate erweisen sich auch in ökonomisch schwierigeren Zeiten als Erfolgsfundament der eleganten Münchner Messen.

„Die sehr guten Verkäufe haben gezeigt, die angebotene Kunst ist bei Sammlern und Kunstliebhabern gefragt und hat ein breites Publikum in die Residenz gebracht. Die HIGHLIGHTS ist unverwechselbar, sie ist das Flaggschiff des deutschen Kunsthandels“, resümiert Messeleiterin Juana Schwan. Die hochkarätige Verkaufsschau war ein gesellschaftlicher Event. Unter den Gästen waren zahlreiche Direktoren bedeutender Museen und wichtige Vertreter aus Wirtschaft und Kultur. Unmittelbar nach der Frankfurter Buchmesse nahm sich Kerstin Ludolph, Geschäftsführerin des Hirmer-Verlags, Zeit für einen Messerundgang. Ihr Eindruck: „Für mich als Bücherfrau ist die Munich HIGHLIGHTS ein zeit- und gattungsübergreifender Prachtband, bei dem man im Unterschied zum Gedruckten die Objekte sogar anfassen und sein Lieblingsstück erwerben kann – eine wundervolle Entdeckungsreise.“

Verkäufe sind der Gradmesser einer jeden Messe. Die Bilanz am letzten Messetag ist eindeutig. Kunst ist nach wie vor ein begehrtes Gut. Vielleicht sind es Trends, vielleicht ist es lediglich typisch für die Munich HIGHLIGHTS: Sammler wollen Top-Werke von Bedeutung und kunsthistorischem Gewicht. Die Galerie Utermann, die mit einer grandiosen Suite von Werken Marc Chagalls vertreten war, verkaufte für rund eine halbe Million Euro die poesievolle Chagall-Gouache „Femme au corsage rouge avec grand bouquet“ von ca. 1984 in eine Schweizer Sammlung. Bei Ludorff trugen zwölf Exponate den roten Verkaufspunkt. Dazu gehörten Alexej von Jawlenskys Gemälde „Landschaft in Füssen“ sowie Willi Baumeisters kleine Leinwand “Tschen-Li“ von 1949 aus der Werkphase der Nocturnes. Beide Arbeiten lagen im sechsstelligen Bereich. „Es ist lange her, dass wir so eine gute Messe hatten“ sagte Manuel Ludorff am Sonntagabend.

Thole Rotermund wird ihm zustimmen. Er verkaufte für ein sechsstellige Summe während der Vernissage eine sensationelle Kollektion von 29 Holzschnitt-Entwürfen Lyonel Feiningers von 1918/19. Informelle Kunst und ZERO war gefragt bei Galerie Maulberger. Hier gingen Emil Schumachers „Helios II“ für einen sechsstelligen Betrag, eine Feuergouache von Otto Piene und Scheibenwischer-Arbeiten von Herbert Zangs in neue Hände, während Benden & Ackermann mit seiner Soloshow von Werken Tom Wesselmanns mehrere Sammler zum Kauf animierte. Nicht alle Interessenten waren so spontan wie das Frankfurter Städelmuseum, das beim Zeichnungsspezialisten Martin Moeller & Cie. die auf 1722/23 datierte Rötelzeichnung „Sitzende Dame im Seidenkleid“ von Nicolas Lancret erwarb. Über Ernst Ludwig Kirchners Gemälde „Zwei Damen im Wald“ von 1924, dessen Preis im achtstelligen Bereich liegt, ist die Galerie Samuelis Baumgarte mit einer französischen Sammlung im Gespräch.

Große Begeisterung gab es für Meisterwerke klassizistischen und noch früheren Kunsthandwerks. Sofort verkauft war der von Peter Mühlbauer angebotene elegante Schreibtisch von Heinrich Gambs, um 1800 für das Zarenschloss Pawlowsk in St. Petersburg gearbeitet. Ehrl Fine Art & Antiques gab einen Beistelltisch mit einer Marmor-Potpourri-Platte, frühes 19. Jahrhundert, sowie ein Schalenpaar aus sogenanntem Blue John-Stein mit Bronzemontierung in neue Hände. Am Stand von Matzke European Silver entschied sich ein Sammler für einen Breslauer Becher des Meisters Friedrich Schönau aus der Zeit um 1600, der auf der Wandung die Legende der Caritas Humanas zeigt.

Erfolg vermeldeten auch die Galerien zeitgenösssicher Kunst. Galerie Wolfgang Jahn reichte Hubert Scheibls großformatigen, dynamischen Pinselschwung „One“ von 2022/23 für knapp unter 50 000 Euro weiter. An einen Rheinländer übergaben Gebr. Lehmann Slawomir Elsners Bleistiftzeichnung „Der Hafen von Greifswald“ nach C. D. Friedrich. Die Arbeit war das Motiv unseres Messetickets. Die HIGHLIGHTS erweist sich schon lange als ein Ort der jungen Positionen. Bei Galerie Zink überzeugt die verführerische Farbmalerei von Anna Leonhardt, New Yorker Shooting Star der Saison, einen Käufer. Wunderkunst zeigte die Objekte der gerade mit dem Degussa-Preis ausgezeichneten Vietnamesin Thuy Tien Nguyen. Im Bereich Fotografie platzierten Jarmuschek & Partner Arbeiten der von Stillleben inspirierten Carina Linge und Ira Stehmann Fine Art mehrere Motive der von ihr exklusiv vertretenen Chantal E. Ariëns in neue Sammlungen.

„Viele Käufer sind für unsere Aussteller Neukunden, was uns besonders freut“, berichtet Juana Schwan. „Denn es ist für mich und die Geschäftsführung der HIGHLIGHTS Jahr für Jahr ein Ziel, gerade jungen Kunstinteressierten die Augen für die Schönheit und den emotionalen Wert von Kunst aller Epochen zu öffnen und Sammellust zu wecken“, ergänzt sie und hat die nächste Munich HIGHLIGHTS schon im Blick.
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