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Satoshi Hara

1962

Mokume-gane Weihrauchbrenner „Schildkröte“

2022, Silber, Kupfer, Shakudo, Messing

Der im Querschnitt kreisförmige Untersatz aus Mokume-gane in Silber, Shakudo und Kupfer gearbeitet. Der eingeschnürte Mittelbereich von konkav verlaufendem, horizontalen Streifen aus Mokume-gane in Kupfer und Silber durchzogen. Darauf eingesetzt der randseitig dekorativ durchbrochen gearbeitete Einsatz aus Messing, der von einer plastischen Schildkröte aus Mokume-gane in unterschiedlichen Kupferlegierungen bekrönt wird.

Brillant umgesetzte Arbeit, in der sich Haras Ausbildung und außerordentliche Meisterschaft nicht nur als Metallkünstler sondern auch als Bildhauer unmittelbar erkennen lassen. Satoshi Hara (*1962, Yokohama) zählt zu den herausragenden Vertretern der zeitgenössischen japanischen Metallkunst. Seit 2003 lehrt er an der Kanazawa College of Art, heute als Professor für Metallkunst, und ist Vollmitglied der Japan Kōgei Association sowie Vorstandsmitglied des Kanazawa Craft Council. Darüber hinaus war er als Gastprofessor in China und als Lehrender an renommierten Kunsthochschulen in Japan und im Ausland tätig.

Hara verbindet traditionelle Techniken des Schmiedens, Treibens und der Einlegearbeit mit einer außergewöhnlichen Sensibilität für die farblichen und strukturellen Eigenschaften verschiedener Metalle. Besonders charakteristisch ist seine Weiterentwicklung der Nanako-Technik, mit der er feinste Punkt- und Linienstrukturen von nahezu malerischer Wirkung erzeugt.

Seine Werke wurden international ausgestellt, unter anderem im 21st Century Museum of Contemporary Art in Kanazawa, im National Museum of Denmark in Kopenhagen sowie in Ausstellungen in New York und Portland. Werke Haras befinden sich heute in bedeutenden öffentlichen Sammlungen, darunter im Tsinghua University Art Museum in Peking, im China Academy of Art Art Museum in Hangzhou, im Shanghai Art Collection Museum, im Kanazawa Yasue Gold Leaf Museum und im Ueda Sozokan.

Für seine herausragenden Leistungen wurde Hara vielfach ausgezeichnet, darunter 2017 mit dem Preis des japanischen Ministeriums für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie und 2024 mit dem Präsidentenpreis der Japan Kōgei Association. Seine Tätigkeit als Künstler, Hochschullehrer, Juror und Mitglied maßgeblicher Institutionen macht ihn zu einer prägenden Persönlichkeit der japanischen Metallkunst.

Kunsthaus Kende
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