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Nora Schattauer

Ohne Titel (Blau 71)

2026, Mineralische Salze auf Chromatographiepapier

40 x 30 cm

Nora Schattauer (* 1952 Duisburg, lebt und arbeitet in Köln) beschäftigt sich mit Bildprozessen und Formfragen, die sich den tradierten Gattungsgrenzen entziehen, ja diese überschreiten. Malerei und Zeichnung, Linie und Körper, Farbe und chemische Prozesse vereinigen sich in ihrem Werk, aber nicht mehr nur als rein gestalterisches Element, sondern auch als Ergebnis neu erprobter Verfahrensweisen. Die Künstlerin arbeitet mit mineralischen Salzen und Säuren, die sie mit einer Pipette kontrolliert auf das Chromatografiepapier aufträgt, derart, dass ein immer neu variiertes Muster das Grundgerüst bildet. Indem die Substanzen in den Bildträger eindringen und im Reaktionsprozess ihre Farbe verändern, gewinnen sie an visueller Tiefe und werden zu einer Art physischer Resonanzfläche. In ihrer mikroskopischen Formen- und Farbvielfalt rufen die Werke Naturassoziationen hervor.
Die Formenvielfalt und die farblichen Abstufungen sind nahezu unbegrenzt. Die Gebilde tauchen auf wie Erscheinungen, die, für einen Moment zur Ruhe gekommen, sich wieder entziehen können – die Offenheit, das Veränderungspotential scheint den Bildern eingeschrieben.

Drawing Room Hamburg
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